Unter einer Impfung versteht man die Verabreichung eines Wirkstoffs mit dem Ziel, vor einer übertragbaren Krankheit zu schützen. Schon lange bevor das Phänomen in der sogenannten westlichen Welt diskutiert wurde, haben Menschen in Afrika und China diese Technik angewandt. Für unsere Community hat die Impfung eine besondere Bedeutung, auch wenn nach wie vor keine Erfolge bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen HIV zu erkennen sind. Aber es gibt eine ganze Reihe von empfohlenen Immunisierungen für schwule Männer und MSM (Männer, die Sex mit Männern haben).
Die Mpox etwa, eine durch engen Körperkontakt übertragbare Viruserkrankung, haben vor einigen Jahren die Angst vor einer gesellschaftlichen Stigmatisierung wieder aufkommen lassen. Viele ältere schwule Männer fühlten sich an die frühen Jahre der Aids-Pandemie erinnert, in denen man Aids an Hautveränderungen erkennen konnte.
ABER
Die Maßnahmen gegen Mpox sind ein anschauliches Beispiel dafür, wie durch die vernetzte Zusammenarbeit von Ärzt*innen, Gesundheitsamt, Aidshilfen und Community eine sich ausbreitende Krankheit eingedämmt werden kann.
DAHER
Das Thema Impfung war immer schon sehr komplex, aber seit der Corona-Pandemie polarisiert es stärker als zuvor. Was sind die Vorteile, wo liegen die Risiken? Auch hier ist es wichtig, die Fakten zu kennen und sich nicht von dubiosen Verschwörungstheorien in die Irre führen zu lassen.