Noch 1967 definierte der Duden das Wort Migration ausschließlich als „Wanderung von Zugvögeln“. Im gegenwärtigen Kontext bezeichnet das Wort zumeist Menschen, die ihren räumlichen Aufenthaltsort dauerhaft verlegt haben und der Begriff leitet sich vom lateinischen migrare ab. Dabei spielen Herkunft und Zielort zunächst keine Rolle – auch etwa deutsche Influencer in Dubai sind Migranten. Entscheidend ist der dauerhafte Aufenthalt.
Die Gründe für Migration sind vielfältig: Lifestyle, Krieg und Gewalt, Armut oder eben auch die sexuelle Identität. Der Ausdruck „Migranten“ ist dabei zu einem politischen Schlagwort geworden, wenn es um nationalstaatliche Grenzen geht. Die betroffenen Menschen und ihre Geschichten werden dabei ausgeblendet. Queeren Geflüchteten wird oft vorgehalten, dass man „ohne öffentliches Händchenhalten und Knutschen“ auch in ihren Heimatländern gut leben könne.
ABER
Jeder Mensch hat das Recht so zu leben und zu lieben, wie es sich richtig anfühlt. Und auch viele Menschen ohne Migrationsgeschichte würden vermutlich genau dasselbe tun – dahin gehen, wo die Bedingungen besser sind und wo sie so leben können, wie sie das für richtig halten.
DAHER
Alle Menschen, die in Deutschland leben, müssen ungeachtet von kulturellem Hintergrund oder Aufenthaltsstatus den gleichen Zugang zu Information, Prävention, Beratung und Versorgung erhalten.