Unter Safer Sex versteht man das Verhalten, mit dem das Risiko der Ansteckung mit einer sexuell übertragbaren Krankheit minimiert wird. Gegenwärtig sprechen wir von „Safer Sex 3.0“. Es gibt, vor allem was HIV betrifft, drei elementare Methoden, sich zu schützen: Kondome, Schutz durch Therapie (TasP – Treatment as Prevention) und die Präexpositionsprophylaxe (PrEP – Medikament zur Vorbeugung einer HIV-Infektion).
Auch wenn inzwischen bekannt ist, dass sich auch heterosexuelle Menschen zu Sex-Dates verabreden, Analsex praktizieren und in polyamourösen Beziehungen leben – liegt nach wie vor ein gewisses Stigma auf Sex zwischen Männern: Sie seien zügellos, triebhaft und letztendlich dann irgendwie doch selbst Schuld, wenn es um die Infektion mit einer sexuell übertragbaren Krankheit geht. Diese Vorurteile hindern viele von uns daran, vor, während und nach dem Sex offen und frei darüber zu sprechen.
ABER
Safer Sex ist immer eine Frage der Kommunikation. Um Risiken abzuwägen und uns selbst zu schützen, müssen wir respektvoll miteinander umgehen und Wünsche und Ängste der anderen akzeptieren. Das gilt für den vorurteilsfreien Umgang mit HIV-Positiven, für den ehrlichen Umgang mit möglichen aktuellen Infektionen bis hin zur No-Drama-Policy, falls jemand auf einem Kondom besteht.
DENN
Die eigenen Safer-Sex-Regeln sind eine sehr persönliche Angelegenheit, die Wissen voraussetzt und Achtung verdient.